Dienstag, 3. Januar 2012
Für medialen Wirbel hat eine Studie der Unternehmensberatung A. T. Kearney über die Verwaltungskosten im Gesundheitssystem gesorgt. Demnach gehen 23 Prozent der Gesamtausgaben im Gesundheitswesen nur für Bürokratie aus. Prof. Klaus Jacobs, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), hat sich deshalb die Studienzufammenfassung und die Berichterstattung darüber genauer angeschaut:
"Bürokratiekosten-Studie voller ordnungspolitischem Unverständnis" vollständig lesen
Geschrieben von Klaus Jacobs
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Montag, 12. Dezember 2011
Das Versorgungsstrukturgesetz hat den Bundestag passiert. Es wurde mit den Stimmen von Union und FDP beschlossen. Die Opposition stimmte dagegen. Der Bundesrat wird das Gesetz am 16. Dezember abschließend beraten. Es soll am 1. Januar in Kraft treten. Ziel des Gesetzes ist es laut Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, den Medizinermangel auf dem Land zu bekämpfen. Dies soll mithilfe von Anreizen geschehen, sich als Arzt in unterversorgten Gebieten niederzulassen. Bahr hat für das Gesetz zusätzliche 320 Millionen Euro pro Jahr veranschlagt. Davon entfallen allein 120 Millionen Euro auf höhere Zahnarzthonorare. Der SPD-Gesundheitsexperte Prof. Karl Lauterbach kritisierte, der Regierung gehe es nicht darum, die Patienten, sondern die niedergelassenen Ärzte gut zu versorgen. Auch der AOK-Bundesverband zeigte sich enttäuscht. Notwendige Strukturanpassungen würden nicht angestoßen.
"Versorgungsstrukturgesetz verabschiedet" vollständig lesen
Geschrieben von Ines Körver
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14:36
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Donnerstag, 3. November 2011
Mit einem neuartigen Vertragsmodell sorgt der Arzneimittelhersteller Roche für Aufsehen. Er bietet Kliniken an, ihnen die Kosten für sein Krebsmedikament Bevacizumab (Handelsname: Avastin) zurückzuerstatten, wenn sie das Mittel eingesetzt haben, der Krebs aber weiterwuchert. Das Angebot gilt für die Erstbehandlung bei fortgeschrittenen Tumoren von Darm, Brust, Lunge und Nieren. Die Behandlung kostet monatlich rund 3.300 Euro pro Patient und hat oft erhebliche Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Blutungen und Erbrechen. Prof. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, nannte das Vertragsmodell „bestechend unanständig“. Es gebe bei einigen Indikationen erhebliche Zweifel, was den therapeutischen Nutzen angeht. Besonders bedenklich sei, dass Krankenhäuser ausgerechnet dann verdienen sollen, wenn das Medikament nicht wirke.
"Avastin: Roche will bei fehlgeschlagener Arzneimitteltherapie zahlen" vollständig lesen
Geschrieben von Ines Körver
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11:17
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Montag, 25. Juli 2011
Dr. Andreas Kiefer (48) ist seit 2009 in Ruanda als Arzt für eine deutsche Entwicklungshilfeorganisation tätig. Der ehemalige Mitarbeiter des AOK-Bundesverbandes bildet in einem Krankenhaus in Butare nicht nur junge einheimische Mediziner und Pfleger aus, der Unfallchirurg hilft auch vielen Patienten mit seinem medizinischen Wissen. G+G hatte im Dezember 2010 dazu aufgerufen, die Arbeit von Dr. Kiefer zu unterstützen. Mehr als 4.000 Euro sind seitdem auf dem Spendenkonto des gemeinnützigen Vereins „Ruanda Support“ aus München eingegangen. Im Interview mit dem Reformblock schildert der Mediziner aus Bremen das Auf und Ab im Alltag eines Arztes in Afrika.
"Als Arzt in Ruanda: "Ich lebe meinen Traum"" vollständig lesen
Geschrieben von Hans-Bernhard Henkel-Hoving
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11:40
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Dienstag, 19. Juli 2011
Künftig soll jeder Bürger mindestens einmal im Leben gegenüber Behörden erklären müssen, ob er im Todesfall zu einer Organspende bereit ist. Dabei wird ihm jedoch die Möglichkeit eingeräumt, sich nicht zu entscheiden. Das jedenfalls sieht ein einstimmiger Beschluss der Gesundheitsminister der Länder vor. Diese folgten mit ihrem Votum einem Vorstoß der Fraktionschefs von SPD und Union im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier und Volker Kauder, den auch der AOK-Bundesverband unterstützt. Bei Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr stießen die 16 Landesminister damit jedoch nicht auf Zustimmung. Für ihn bedeute die Pflicht zur Antwort, selbst wenn ein "Ich weiß nicht" erlaubt sei, einen Zwang, den er ablehne. Bahr setzt stattdessen auf verstärkte Aufklärung.
"Organspende: Landesminister unterstützen Steinmeier und Kauder" vollständig lesen
Geschrieben von Ines Körver
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15:11
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Montag, 11. Juli 2011
Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) ist in Hamburg mit dem "dfg Award" in der Kategorie "Innovation" ausgezeichnet worden. Mit dem Preis werden herausragende Leistungen von Unternehmen, Verbänden und Einrichtungen des Gesundheitswesens geehrt. Das EPRD ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ärzten, Kassen und Industrie, um die Qualität der Versorgung mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken zu verbessern.
"Endoprothesenregister Deutschland mit Innovationspreis ausgezeichnet" vollständig lesen
Geschrieben von Bernhard Hoffmann
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10:09
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Freitag, 24. Juni 2011
Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Referentenentwurf für das geplante
Versorgungsgesetz vorgelegt. Dieses soll eine flächendeckende wohnortnahe Versorgung auch in Zukunft sichern. Vorgesehen sind unter anderem eine Weiterentwicklung der Bedarfsplanung, etwa durch die Flexibilisierung der Planungsbereiche und eine stärkere Berücksichtigung der Demografie, sowie Maßnahmen, um die Tätigkeit als Landarzt attraktiver zu machen. Der Referentenentwurf beinhaltet auch eine Reform der vertragsärztlichen und der vertragszahnärztlichen Vergütung. Erstere soll kostenneutral sein, letztere ist mit Mehrausgaben von 120 Millionen Euro jährlich ab 2013 verbunden. Geplant ist ebenfalls eine Organisationsreform des
Gemeinsamen Bundesausschusses sowie ein schnellerer Zugang zu Innovationen.
"Versorgungsgesetz: Referentenentwurf liegt vor" vollständig lesen
Geschrieben von Ines Körver
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11:43
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Donnerstag, 26. Mai 2011
(26.05.11) Die hausärztliche Versorgung in Deutschland hat ein hohes Niveau, lässt sich aber noch verbessern und muss zukunftsfest gemacht werden. Zu diesem Ergebnis kamen die Teilnehmer der Rosenthaler Gespräche am Mittwochabend (25. Mai). Das Forum der Selbstverwaltung des AOK-Bundesverbandes beschäftigte sich mit dem Thema "Qualität sucht Hausarzt".
"Was schon gut ist, kann immer noch besser werden" vollständig lesen
Geschrieben von Ines Körver
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12:22
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Mittwoch, 11. Mai 2011
Die Eckpunkte für das geplante Versorgungsgesetz werden unter Umständen noch einmal umformuliert. Wenige Tage nachdem Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler
das Papier präsentiert und verkündet hatte, alle Beteiligten seien sich einig, haben die Länderminister das Gegenteil behauptet. Nun soll am 17. Mai weiterverhandelt werden. Die Länder beklagen, der mit ihnen ausgehandelte Kompromiss sei in den Eckpunkten in mehreren Passagen nicht hinnehmbar modifiziert worden.
"Versorgungsgesetz: Neue Verhandlungen mit den Bundesländern geplant" vollständig lesen
Geschrieben von Ines Körver
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10:44
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Dienstag, 3. Mai 2011
AOK und BARMER GEK haben die bisher größte Befragung von Patienten zur Zufriedenheit mit niedergelassenen Ärzten in Deutschland gestartet. Mit den Urteilen der Versicherten wird ein Online-Portal bestückt, das nicht kommerziell betrieben wird und Patienten künftig deutschlandweit bei der Suche nach einem geeigneten Arzt unterstützen soll. Entwickelt wurde das Portal von den beiden Krankenkassen gemeinsam mit der Weissen Liste, einem Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Über die Ziele und Hintergründe des Projekts informierten die Partner auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin. "Das Portal lebt vom Mitmachen", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, auf der
gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin.
Geschrieben von Bernhard Hoffmann
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13:28
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Freitag, 15. April 2011
Der Gesetzentwurf zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse ist im
Bundeskabinett verabschiedet worden. Er hat Auswirkungen für die Gesundheits- und die Pflegewirtschaft. Zum einen soll die deutsche Staatsbürgerschaft oder die eines EU-Mitglieds nicht mehr Voraussetzung für eine Berufszulassung als Arzt oder Pfleger sein. Zum anderen haben Ausländer laut Gesetzentwurf künftig das Recht, ihre Qualifikation innerhalb einer Drei-Monats-Frist nach Einreichen der entsprechenden Unterlagen prüfen und bewerten zu lassen.
"Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse" vollständig lesen
Geschrieben von Ines Körver
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10:31
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Mittwoch, 9. März 2011
Echtheitszertifikate, Barcodes und Qualitätssiegel - mit diesen Mitteln will die Europäische Union dafür sorgen, dass Patienten weniger gefälschte Arzneimittel konsumieren. Das Europäische Parlament hat eine entsprechende Richtlinie verabschiedet. Der Europäische Rat hat der Maßnahme allerdings noch zuzustimmen. Dies wird voraussichtlich im Frühjahr geschehen.
"EU-Richtlinie gegen Handel mit gefälschten Medikamenten" vollständig lesen
Geschrieben von Ines Körver
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10:27
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Mittwoch, 16. Februar 2011
Die Bundesregierung will den Hygieneschutz in Krankenhäusern verbessern. Details sind bereits in dem
Referentenentwurf eines Gesetzes festgelegt, das Mitte Juli in Kraft treten soll. Da Infektionskrankheiten in jüngster Zeit zunehmend von resistenten Erregern verursacht werden, ist vorgesehen, beim Robert-Koch-Institut (RKI) eine Kommission einzurichten, die klare Empfehlungen für Ärzte "zum fachgerechten Einsatz von Diagnostika und Antiinfektiva bei der Therapie resistenter Infektionserreger" zu erstellen hat. Außerdem sollen die Gesundheitsämter verpflichtet werden, ihnen bereits heute zugehende Daten über Infektionen an das RKI weiterzuleiten.
"Mehr Hygieneschutz in Krankenhäusern" vollständig lesen
Geschrieben von Ines Körver
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10:20
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Dienstag, 18. Januar 2011
Die Krankenkassen und die Hausärzte in Bayern werden bis Ende Januar Gespräche über künftige Hausarztverträge aufnehmen. Das ist das Ergebnis eines Hearings im Bayerischen Landtag unter Leitung von Markus Söder. Der bayerische Gesundheitsminister war von Ministerpräsident Horst Seehofer beauftragt worden, den Streit zwischen Krankenkassen und Hausärzten im Freistaat zu schlichten. Im Dezember hatten die meisten Krankenkassen in Bayern, darunter auch die AOK, ihre Hausarztverträge
fristlos gekündigt, weil der Bayerische Hausärzteverband seine rund 7.000 Mitglieder aus Protest gegen neue gesetzliche Vorgaben rechtswidrig dazu aufgerufen hatte, ihre Kassenzulassungen gemeinsam zurückzugeben.
"Bayern: Neue Verhandlungen über Hausarztverträge" vollständig lesen
Geschrieben von Ines Körver
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10:07
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Montag, 27. Dezember 2010
Ein Interview zum richtigen Zeitpunkt erzielt hohe mediale Aufmerksamkeit. Der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn hat sich in der nachrichtenarmen Zeit "Zwischen den Jahren" in der
Süddeutschen Zeitung zu Wort gemeldet und Zwei-Bett-Zimmer für alle Krankenhauspatienten gefordert - also auch für gesetzlich Versicherte und nicht allein für Privatpatienten. Kliniken, die dem nicht nachkommen, sollen eine geringere Vergütung erhalten. Und damit die Versicherten nicht ins falsche Krankenhaus gehen, will Spahn offenbar im Zuge des geplanten Versorgungsgesetzes alle Kliniken verpflichten, die Zahl der Infektionen durch Krankenhauskeime zu veröffentlichen. Dass diese Forderungen nicht zwangsläufig auf den Beifall der
Krankenhausträger stößen, ist nicht verwunderlich. Allerdings fällt auch die
mediale Bewertung des Spahn-Vorstoßes nicht gerade positiv aus, wie zahlreiche
Kommentare in
Zeitungen und
Hörfunk zeigen.
Geschrieben von Bernhard Hoffmann
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22:14
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